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Ich kann mit meiner Angst umgehen

Lerne deine Angst kennen und wie du sie überwinden kannst. Sie ist dir Ratgeberin und Warnzeichen in einem. Achte auf dieses Signal! Kontrolliere deine Angst, indem du bewusst ein- und ausatmest. Frage dich sofort, wovor du dich fürchtest und versuche, die Gefahr so schnell wie möglich zu erkennen. So kannst du sie abwenden!

Mein Körper, meine Grenzen

Du bist ein einzigartiger und wunderbarer Mensch. Und du hast Rechte! Du hast ein Recht auf Respekt, genauso wie du andere Menschen respektieren musst. Dein Körper gehört dir allein. Wenn dich jemand berühren will und du das nicht möchtest, hast du das Recht, NEIN zu sagen! Fasst jemand dich trotzdem an und es stört oder ekelt dich, musst du dich immer trauen, es zu sagen. Legt dir beispielsweise jemand seine Hand auf deine Schulter und du willst das nicht, bitte ihn sofort, die Hand wegzunehmen. Wenn du dich jetzt nicht wehrst, traust du dich dann später, diese Person zu bitten, die Hand von deinem Oberschenkel zu nehmen? Bist du Opfer eines Übergriffs geworden? Dann sprich sofort darüber mit deinen Eltern oder einer anderen Vertrauensperson (Lehrer/in, Arzt/Ärztin, Freund/in, Polizist/in).

Welche Geste ist akzeptabel und welche unakzeptabel?

Akzeptable Gesten

Deine Eltern, Grosseltern, Geschwister und Freunde können dir gegenüber liebevolle Gesten zeigen. In den meisten Familien sind das Umarmungen, Küsse und wohlwollende Berührungen. Wir alle brauchen Zuneigung und diese Gebärden sind normalerweise angenehm.

Unakzeptable Gesten

Niemand darf ohne deine Erlaubnis die intimen Teile deines Körpers berühren. Intimbereiche sind die Bereiche, die von deinem Badeanzug bedeckt sind. Wenn jemand deine intimen Körperteile berührt oder es versucht, musst du unmissverständlich NEIN sagen! Wenn es dir trotzdem passiert, behalte es nicht für dich und betrachte es nicht als Geheimnis oder Schande. Sage es sofort einem Erwachsenen, dem du vertraust.

Es gibt auch andere Gesten, die nicht akzeptabel sind, wie etwa Schubsen. Auch wenn diese Person ein Erwachsener ist oder jemand, den du kennst: Sag deutlich und bestimmt NEIN!

Ich vermeide Gefahren

Meide dunkle Passagen, Tiefgaragen und öffentliche Parks. Auch wenn dein Weg dadurch länger wird: Es ist sicherer, sich auf einer beleuchteten Strasse mit vielen Passanten zu bewegen. Geh wenn möglich nicht alleine. Sei misstrauisch gegenüber Fremden, steige nicht in ihr Auto und weigere dich, ihnen in Gebäude zu folgen (Vorsicht vor Fallen). Achte auf die Signale und sei dir der Gefahr bewusst. Mach dir klar, dass eine Person, die für dich gefährlich sein könnte, nett aussehen und sich freundlich verhalten kann. Es könnte sogar jemand sein, der dir nahesteht oder zu deiner Familie gehört.

Ich verteidige mich

Du musst schreien, zwischen die Beine treten und in die Augen stechen, kratzen, beissen und um Hilfe rufen. Das Wichtigste ist nicht, wie du dich wehrst, sondern dass du dich energisch wehrst! Personen, die sich vehement verteidigten, entmutigten ihre Angreifer in über 85% der Fälle.

Das Recht, sich zu verteidigen

Du hast das Recht, dich mit angemessenen Mitteln zu verteidigen, wenn du angegriffen wirst oder wenn ein Angriff unmittelbar bevorsteht. Dies gilt auch, wenn du anderen zu Hilfe kommst, die attackiert oder bedroht werden.  Deine Reaktion auf einen Übergriff sollte nicht zu stark sein, aber ausreichen, um zu gewinnen. Achte darauf, keine unnötige oder übertriebene Gewalt anzuwenden!

Ich rufe um Hilfe


Wie rufe ich um Hilfe?

Indem du ganz laut «Hilfe» rufst, einen Erwachsenen holst oder die Polizei anrufst. Du kannst eine andere Person, die angegriffen wird, auf die gleiche Weise verteidigen, wie wenn du selbst attackiert wirst. Rufe an ihrer Stelle um Hilfe.

Ich spreche über meine Sorgen


Vertraue deinen Eltern, deinen Freundinnen und Freunden. Sprich mit ihnen über deine Sorgen und Probleme. Sie können dir helfen. Wenn dich jemand schwören lässt, ein Geheimnis zu bewahren, rede mit deinen Eltern darüber.

Wenn du Opfer eines Übergriffs oder Missbrauchs geworden bist, ist es wichtig, dass du dich einer erwachsenen Person anvertraust. Es ist wie bei einer Wunde: Du kannst nicht mit einer ständig blutenden Wunde leben. Sie muss behandelt werden, damit sie heilen kann. Danach wird sie vernarben und es wird leichter sein, mit ihr zu leben.

Ich verhalte mich im Internet vorsichtig.


Das Internet ist ein geniales Kommunikationsmittel. Es ermöglicht dir, neue Leute kennenzulernen und alle möglichen Informationen und Bilder zu erhalten.

Aber ACHTUNG! Sei vorsichtig in Chats mit Unbekannten. Bedenke immer, dass du die Person hinter ihrem Computer nicht kennst. Auch wenn sie dir vielleicht ein Foto geschickt hat, könnte es vielleicht gar nicht von ihr oder ihm sein und dich irreführen. Manche Menschen nutzen das Internet, um Kindern oder Jugendlichen eine Falle zu stellen. Manchmal zeigen sie ihnen zunächst schockierende Bilder, aber ihr Ziel ist es, mit ihnen in Kontakt zu treten, um ihnen zu schaden. Oft sie geben sich selbst als Kinder aus, sind aber in Wirklichkeit Erwachsene. Sei auf der Hut und wachsam, wenn du neue Personen in deinen sozialen Netzwerken akzeptierst.

Viele Websites sind nicht sicher. Manche zeigen attraktive Werbung oder Animationen, aber wenn du sie anklickst, leiten sie dich auf zwielichtige oder für Kinder ungeeignete Seiten.

Sei schlau!

Beachte die folgenden Regeln, wenn du im Internet unterwegs bist:

  • Stelle niemals ein Foto von dir ins Internet, auch wenn du darum gebeten wirst.
  • Gib niemals deinen Namen, deine Adresse, deine Telefonnummer, deine E-Mail-Adresse oder andere persönliche Informationen weiter.
  • Gib keine Informationen darüber preis, wo du zur Schule gehst, wer deine Freunde oder wer deine Eltern sind.
  • Wenn du etwas siehst, das dir unangenehm ist, verlasse sofort die betreffende Website und melde dies deinen Eltern oder einer Person, der du vertraust.
  • Triff dich nie mit einer Person, die du über das Internet kennengelernt hast. Wenn du dies aber unbedingt willst, lass dich von deinen Eltern begleiten.
  • Die «Freunde» in sozialen Netzwerken sind nicht unbedingt echte Freunde.

Und ich, bin ich gewalttätig?


In jedem von uns steckt Gewalt. Wir müssen uns dessen bewusst sein und sie in die richtigen Bahnen lenken. Denn sonst können wir anderen Menschen Leid zufügen, ohne es zu merken. Wenn du nicht auf dein Verhalten achtest, kannst auch du gewalttätig sein.

Wenn es in deiner Klasse zum Beispiel einen Prügelknaben gibt, dann liegt das daran, dass andere Kinder ihn oder sie leiden lassen. Gehörst du dann vielleicht auch zu denen?

Sei dir deiner Gewalt bewusst und kontrolliere sie.

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